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Touristeninformationen sind durch den
allgemeinverständlichen Buchstaben
„i“
gekennzeichnet und sind sowohl in
Großstädten als auch in der Nähe von
touristischen Attraktionen über das
ganze Land verteilt. Dort findet der
Polen-Reisende Informationen über die
unmittelbare Umgebung, Souvenirs, Tipps
zu sehenswerten Orten und Karten- und
Werbematerial sowie Reiseführer mit
vielen Informationen über Polen und die
Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung.
Mittlerweile sind in vielen dieser
Informationszentren auch englisch- oder
deutsch-sprechende Angestellte vor Ort.
Neben der Unterstützung im touristischen
Bereich kann man als Urlauber auch
Auskünfte zu verschiedenen
Dienstleistungen und im Notfall
Hilfestellung bei Problemen erhalten.
Wer gezielt nach einer
Touristen-Information sucht, sollte in
der Nähe von Bahnhöfen, auf Flughäfen
oder in den Innenstädten nach dem Symbol
für die „Informacja Turystyczna“
Ausschau halten, das entweder als
IT-Symbol oder als „i“ ausgeführt ist.
Die Öffnungszeiten können variieren. Sie
sind abhängig von der Anzahl der
Touristen, die sich in der jeweiligen
Region aufhalten und von der Jahreszeit.
In der Hauptsaison sind die Büros oft
bis in die Abendstunden (21:00 Uhr) und
am Wochenende geöffnet. In der
restlichen Zeit bis 16:00 Uhr Morgens
kann man dort ab 8:00 Uhr Informationen
erhalten. Alternativ zum persönlichen
Besuch kann man Informationen auch am
Telefon oder per E-Mail erfragen.
Was können die Touristen-Informationen
leisten?
Neben allen Informationen über die
Gepflogenheiten des Landes wie zum
Beispiel Preise für Fahrkarten,
Verkehrsregeln oder Öffnungszeiten von
Banken oder Geschäften kann man sich in
der „Informacja Turystyczna“ Tipps zu
Wanderrouten in der Umgebung, zu
günstigen Hotels oder Pensionen, zu
attraktiven Ausflugszielen und wo man
gut und günstig essen kann, einholen.
Die Fachkräfte wissen den Weg zum
nächsten Arzt und rufen gerne ein Taxi,
bestellen einen Tisch im Restaurant oder
klären schwierige Sachverhalte am
Telefon, wenn die eigenen
Polnisch-Kenntnisse dafür nicht
ausreichen.
Führer durch das fremde Land
Außerdem kann man in vielen
Touristen-Informationen einen
Fremdenführer buchen, der gute
Deutschkenntnisse und ein großes Wissen
über das Land mitbringt. Mit einem
Fremdenführer kann der Urlauber viele
Geheimnisse einer Stadt oder einer
Region ergründen, die er auf eigene
Faust kaum entdeckt hätte. In einigen
Städten werden die Führungen durch einen
Fremdenführer mit Kopfhörern
durchgeführt. Außer bei der
Touristen-Information kann man auch im
Hotel noch nach den Diensten eines
Fremdenführers fragen.
Die Preise für einen Fremdenführer sind
abhängig von der Gruppengröße und der
Dauer der Führung und sollten vorher
verhandelt werden.
Kartenmaterial
Wer durch ein fremdes Land reist, sollte
sich mit den nötigen Karten ausstatten.
In Polen sind Land- oder Stadtkarten
neben den Touristen-Informationen in
größeren Zeitungsläden oder in Buchläden
erhältlich. In großen Geschäften zum
Teil auch in Englisch, Deutsch, Russisch
und Französisch. Dort findet man auch
gut recherchierte Reiseführer, die mit
ihren zuverlässigen Informationen gute
Anhaltspunkte für eine Polen-Reise
bieten.
Spezialkarten für Wanderer, Radfahrer,
Kanuten oder Bergsteiger gibt es in den
größeren Läden ebenfalls zu kaufen.
Die polnische Währung
In Polen bezahlt man mit dem Zloty (PLN),
wobei ein Zloty 100 Grosz entspricht. Im
Umlauf sind verschiedene Münzen und
Scheine:
- 1, 2 und 5
Zloty-Münzen
- 1, 2, 5 10, 20 und 50 Grosz-Münzen
- 10, 20, 50, 100 und 200 Zloty-Scheine
Blinde und Sehbehinderte erkennen den
Wert der Scheine an einer entsprechenden
Prägung in der unteren Ecke.
Geldwechsel
Wechselstuben und Banken bieten die
Möglichkeit zum Geldwechsel. Die
Öffnungszeiten schwanken. Wenn eine
Wechselstube in der Nähe ist, sollte
diese für den Geldwechsel gewählt
werden, da hier oftmals bessere
Geldwechsel-Kurse angeboten werden. Tagesaktuelle Kurse
können in der Bank oder Wechselstube
erfragt bzw. abgelesen werden.
Siehe auch hier...
Geldautomaten und Banken
Die polnischen Geldautomaten sind recht
häufig zu finden, meist an gut besuchten
Plätzen wie Bahnhöfen, Supermärkten oder
Innenstädten. Die Geldautomaten sind
rund um die Uhr in Betrieb.
Auch Banken sind vor Ort vorhanden,
allerdings nicht so häufig wie
Geldautomaten. Normalerweise öffnen die
polnischen Banken werktags um 10 Uhr,
die Schließungszeiten sind sehr
variabel.
Bargeldlose Bezahlung
Die VISA-Card wird in ganz Polen
akzeptiert und ist ein beliebtes und
gern gesehenes Zahlungsmittel, mit dem
fast überall in Polen bezahlt werden
kann. Im Gegensatz zu EC-Karten, die nur
an Bankautomaten und Geschäften mit
Kartenleser eingesetzt werden können,
werden Kreditkarten in fast allen Läden
und Supermärkten akzeptiert. Neben der
VISA-Card ist die Europay International
Kreditkarte in Polen weit verbreitet.
Prinzipiell ist der bargeldlosen Zahlung
im Urlaub stets der Vorzug zu geben, da
gestohlenes Bargeld unwiederbringlich
verloren ist, der Schaden bei einem
Verlust der EC- oder Kreditkarte, bzw.
der Reiseschecks durch schnelle Sperrung
und zügige Neuausstellung in Grenzen
gehalten werden kann.
Zu beachten ist, dass ab einer Summe von
10.000 Euro, bzw. dem entsprechenden
Gegenwert in Zloty, dies bei der
Einreise gemeldet werden muss.
Vergünstigungen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten in
Polen Vergünstigungen oder Rabatte zu
erhalten. Schüler und Studenten sollten
vor dem Antritt ihrer Polen-Reise eine
sogenannte ISIC-Karte beantragen.
Weltweit anerkannt bietet es Studenten
und Schülern ab 12 Jahren ermäßigten
Eintritt bei den teilnehmenden
Institutionen und Dienstleistern. Die
ISIC-Karte bietet in über 100 Ländern
ermäßigten Eintritt in Museen und Kinos,
Vergünstigungen bei Fluggesellschaften
und Preisnachlässe in Restaurants, um
nur einige Beispiele zu nennen.
Ein weiteres Programm, mit dem man
Rabatte in Polen erhalten kann, heißt
Euro<26. Alle Menschen unter 26 erhalten
mit der Euro<26-Karte Ermäßigungen auf
eine Vielzahl von Dienstleistungen,
Nahrungsmittel, Sprachkurse,
Flugtickets, Hotelzimmer, Kino- oder
Theaterkarten und vieles mehr.
Ein nationales System ist die Karta
Polska. Deren Prinzip ist auch in
Deutschland bekannt. Sie Karte besteht
aus einer Vielzahl von Werbeangeboten in
Bereichen, die für Touristen interessant
sind. Wird ein entsprechendes Angebot
genutzt, erhält der Urlauber einen
Rabatt, den er durch die Karte erwirbt.
Die Karta Polska ist innerhalb Polens in
den Touristen-Informationen erhältlich
und gilt ein Jahr lang in Zusammenhang
mit dem Pass. Im Ausland erhält man sie
in den Büros des Polnischen
Fremdenverkehrsvereines, die 13-mal in
Deutschland vertreten sind.
Krakau, Posen und Warschau bieten ein
Spezialangebot für Touristen: die
sogenannte Tourist- oder City-Card.
Diese Karten können für unterschiedliche
Zeiträume gekauft werden und erlauben
die kostenlose Benutzung der
öffentlichen Verkehrsmittel und
ermäßigten Eintritt, zum Beispiel in
Bäder, Fitnessstudios, Theatern.
Spezielle Piktogramme
Fast weltweit verständlich und deshalb
gern benutzt sind Piktogramme. Mit ihrer
Hilfe lassen sich Sprachbarrieren
überwinden und die grundsätzlichen
Regelungen und Einrichtungen eines
Landes kennzeichnen. Für Polen-Urlauber
sind die „IT“ bzw. „I“-Symbole der
Touristen-Informationen von Bedeutung.
PKP steht für das größte Bahnunternehmen
in Polen und markiert gut sichtbar die
Bahnhöfe. Analog steht PKS für das
größte polnische Busunternehmen. Wenn
man als Tourist dieses Zeichen sieht,
befindet man sich am Busbahnhof, auf den
Schildern für die Bushaltestellen und
auf guten Landkarten und Stadtplänen.
Für den Krankheitsfall sollte man nach
der Abkürzung NFZ mit dem zweifarbigen
Herzen Ausschau halten. Dies markiert
die polnischen Gesundheitszentren.
Kontakt mit den Daheimgebliebenen
Die Post in Polen ist schnell und die
roten, weithin sichtbaren Briefkästen
finden sich an jeder Ecke auch noch im
kleinsten Dorf, in dem man übrigens auch
in den meisten Fällen Briefmarken kaufen
kann.
Neben dem Standardversand für Briefe,
der ins Inland 1,30 PLN, nach EU,
Russland und Israel 2,4 PLN kostet und
ca. drei bis sieben Tage dauert, gibt es
einen schnellen Versand, wählt man diese
Versandart, ist die Post innerhalb von
drei Tagen in der EU und innerhalb von
zwei Tagen in Polen an ihrem Ziel
angekommen. Allerdings kostet dieser
Service etwas mehr: Innerhalb Polens 2
PLN, innerhalb der EU, nach Russland und
nach Israel 3 PLN). Die Postämter haben
gewöhnlich von 10 bis 18 Uhr geöffnet,
samstags von 9-14 Uhr, in den größeren
Städten oft auch länger.
Wem die Post nicht schnell genug ist,
kann eines der vielen Internetcafes
nutzen, die in den Städten zu finden
sind. In kleineren Ortschaften sind die
Cafes etwas dünner gesät, aber ein
Internetzugang ist immer noch in vielen
Orten möglich. Notebook-Nutzer können
die Hot-Spots in Hotels nutzen. Oft gibt
es auch kostenlose WLAN-Stationen in den
Stadtzentren.
Neuester Trend in den städtischen Cafes
und Bars ist ein zeitlich unbegrenzter
Internetzugang, während man das
Getränkeangebot nutzt.
Polnische
Gastfreundschaft und Benimmregeln
Die Polen sind außergewöhnlich
gastfreundlich und freigiebig gegenüber
denjenigen, die sie in ihr Heim
eingeladen haben.
Kommt man mit den kontaktfreudigen Polen
ins Gespräch, dauert es meist nicht
lange, bis eine Einladung erfolgt.
Besucht man dann die neuen polnischen
Freunde zum ersten Mal, ist es nicht
ungewöhnlich, dass man Pantoffeln für
die eigene Bequemlichkeit angeboten
bekommt.
Bei einer Einladung zum Abendessen
sollte man darauf vorbereitet sein, dass
man mit einem üppigen Mahl verwöhnt
wird.
In öffentlichen Verkehrsmitteln gibt
es bestimmte Regeln, die eingehalten
werden sollten. So bieten junge Menschen
älteren ihren Platz an und die Herren
stehen für die Damen jederzeit ungefragt
auf.
Besonders bei älteren Leuten ist der
Handkuss nach wie vor sehr beliebt und
gilt als besonders höfliche Geste.
Das Trinkgeld in Restaurants beträgt wie
in anderen europäischen Ländern auch ca.
10% der Rechnungssumme.
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